Datenspeicherung
Datenspeicherung bildet das Rückgrat der Plattform. Hier wird entschieden, ob Daten eher als aktueller Stand einzelner Objekte, als strukturierte Tabellen oder als Dateien geführt werden. Datenbanken bilden dabei häufig die technische Grundlage, auf der weitere Bausteine wie der Kontextbroker aufsetzen. Die Auswahl des passenden Bausteins beeinflusst später, wie leicht sich Daten integrieren, auswerten und bereitstellen lassen.
Drei Wege der Speicherung in der Plattform
Für die eigentliche Speicherung von Daten gibt es in der Plattform vor allem drei typische Wege. Erstens können Daten direkt in Datenbanken gespeichert werden, wenn sie als Tabellen oder strukturierte Fachdatensätze genutzt werden sollen. Das ist besonders sinnvoll, wenn die Daten später mit SQL abgefragt oder in Tools wie Grafana oder Superset genutzt werden. Zweitens können Daten über den Kontextbroker laufen, wenn Informationen zu einzelnen Objekten wie Sensoren, Parkplätzen oder Anlagen mit aktuellem Stand und Verlauf bereitgestellt werden sollen und dafür die zusätzliche Broker-Logik und Schnittstelle gebraucht wird. Drittens können Daten im Dateispeicher abgelegt werden, wenn sie vor allem als Dateien vorliegen, zum Beispiel als Dokumente, Bilder, Exporte oder Rohdatenpakete.
Die zentrale Frage ist deshalb meist nicht nur ob eine Datenbank beteiligt ist, sondern wie Daten in der Plattform abgelegt werden: direkt in Tabellen, über den Kontextbroker oder als Dateien im Dateispeicher.
Zu den zentralen Komponenten
- Datenbanken für strukturierte Tabellen- und Fachdaten
- Kontextbroker für Informationen zu einzelnen Objekten wie Sensoren oder Parkplätzen
- Dateispeicher für Dateien, Rohdaten und Exporte
Entscheidungshilfe: Wo passt was?
Die wichtigste Leitfrage in diesem Bereich lautet: Lassen sich die Inhalte sinnvoll als Objekte modellieren, brauchst du die Funktionen des Kontextbrokers oder reicht ein direkter SQL-Zugriff? Davon hängt ab, ob Daten eher über den Kontextbroker, direkt in Datenbanken oder im Dateispeicher abgelegt werden sollten.
Der Datenkatalog ist in der Regel kein primärer Speicherweg, sondern ein zusätzlicher Veröffentlichungsbaustein in der Datennutzung. Er kommt ins Spiel, wenn Daten beschrieben, auffindbar gemacht und mit Metadaten bereitgestellt werden sollen.
In der Praxis werden diese Komponenten oft kombiniert: Daten kommen über Pipelines in den Kontextbroker oder in Datenbanken, Dateien liegen ergänzend im Dateispeicher. Ein typischer direkter Datenbankfall sind zum Beispiel statische Importe wie Points of Interest aus OpenStreetMap. Ein typischer Kontextbroker-Fall sind dagegen Sensordaten oder andere dynamische Objekte mit aktuellem Stand, etwa wenn Anwendungen gezielt über die Broker-Schnittstelle darauf zugreifen sollen. Für Bilder, Dokumente oder große Rohdateien ist meist der Dateispeicher der passendere Weg. Genau deshalb lohnt sich die bewusste Auswahl pro Datenart und Nutzungsszenario.