Node-RED
Node-RED ist in der Plattform die zentrale Integrations- und Verarbeitungskomponente. Hier werden Daten aus unterschiedlichen Quellen abgeholt, aufbereitet, geprüft und an passende Zielsysteme weitergegeben.
Node-RED ist ein Werkzeug, mit dem sich Datenflüsse grafisch zusammenbauen lassen. Statt alles klassisch zu programmieren, werden Verarbeitungsschritte als Knoten miteinander verbunden. So lässt sich gut nachvollziehen, woher Daten kommen, wie sie verändert werden und wohin sie anschließend geschrieben werden.
Typischerweise liest Node-RED Daten aus einer Quelle, verarbeitet sie in mehreren Schritten und schreibt sie danach in ein Zielsystem. Dazwischen können Daten gefiltert, umbenannt, ergänzt, geprüft oder in ein anderes Format gebracht werden. In der Plattform ist Node-RED häufig die Schicht zwischen API, Datei, Sensorik und den eigentlichen Speicher- oder Nutzungskomponenten.
Typische Anwendungsfälle in der UDSP
- Sensordaten werden regelmäßig aus einer API gelesen und in den Kontextbroker geschrieben
- statische Datenimporte werden aufbereitet und direkt in Datenbanken übernommen
- Dateien werden eingelesen, verarbeitet und in den Dateispeicher oder in andere Systeme weitergegeben
- Daten aus mehreren Quellen werden auf ein gemeinsames Modell gebracht
So wird Node-RED typischerweise genutzt
In der Praxis beginnt die Nutzung von Node-RED meist nicht mit dem Bau eines kompletten Flows, sondern mit einer einfachen Frage: Woher kommen die Daten und wohin sollen sie am Ende gehen? Daraus ergibt sich dann der grundlegende Aufbau des Datenflusses.
Typischerweise sieht das so aus:
- Zuerst wird die Quelle angebunden, zum Beispiel eine API, eine Datei, eine Datenbank oder eine Sensorquelle.
- Danach werden die eingehenden Daten geprüft und in ein passendes Format gebracht.
- Anschließend werden Inhalte bei Bedarf gefiltert, umbenannt, ergänzt oder auf ein gemeinsames Datenmodell abgebildet.
- Zum Schluss werden die Daten in das passende Zielsystem geschrieben, zum Beispiel in den
Kontextbroker, in eineDatenbankoder in denDateispeicher.
Wichtige Leitfragen am Anfang sind oft:
- Kommen die Daten einmalig oder regelmäßig?
- Sollen sie als Objekt, als Tabelle oder als Datei weitergeführt werden?
- Müssen sie vor dem Schreiben noch fachlich geprüft oder umgebaut werden?
- Reicht ein überschaubarer Flow oder wird die Logik so komplex, dass ein eigener Service sinnvoller ist?
Wichtige Hinweise aus der Praxis
- Für standardisierte Integrationen sollte die Hypertegrity-Node-RED-Bibliothek genutzt werden.
- Wiederverwendbare Flows sollten dokumentiert und versioniert werden.
- Transformationen sollten nachvollziehbar und modular aufgebaut sein.
- Wenn die Logik sehr umfangreich wird, viele Sonderfälle enthält oder tief in eigene Fachprozesse eingreift, ist ein eigenes Backend oder ein eigener Service oft die bessere Lösung. Node-RED bleibt dann die Anbindungs- und Orchestrierungsschicht.
- Je wichtiger ein Datenfluss wird, desto wichtiger werden Fehlerbehandlung, Logging und klare Zuständigkeiten.