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Hypertegrity Node-RED Bibliothek

Die Hypertegrity Node-RED Bibliothek bündelt wiederverwendbare Nodes für typische Integrationsaufgaben in der Plattform. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Anbindung an NGSI-LD-basierte Plattformen und aktuell besonders auf dem Zusammenspiel mit dem Kontextbroker.

Für die Praxis ist die Bibliothek vor allem deshalb hilfreich, weil wiederkehrende Aufgaben nicht immer neu als individuelle Function-Logik gebaut werden müssen. Stattdessen stehen vorbereitete Bausteine zur Verfügung, die typische Muster bereits abbilden.

Die Bibliothek ist dabei bewusst plattformspezifisch gedacht. Sie soll genau die Aufgaben übernehmen, die sich in der Arbeit mit der Plattform regelmäßig wiederholen, und an diesen Stellen Komplexität aus den einzelnen Flows herausnehmen. Das betrifft insbesondere die Arbeit mit dem Kontextbroker, mit NGSI-LD-Strukturen und mit wiederkehrenden Integrationsmustern rund um typische Datenquellen.

Was die Bibliothek praktisch mitbringt

Die Bibliothek deckt laut Paketbeschreibung vor allem vier Bereiche ab:

  • Nodes für den Zugriff auf den Kontextbroker, zum Beispiel zum Erstellen, Abrufen und Löschen von Subscriptions
  • einen Node zum Schreiben von NGSI-LD-Daten in den Kontextbroker
  • Datenquellen-Konnektoren, zum Beispiel für DWD, PEGELONLINE und RSS
  • einen ngsi-builder, mit dem Eingangsdaten in ein passendes NGSI-LD-Format überführt werden können

Damit unterstützt die Bibliothek genau die Stellen, an denen in Projekten sonst oft viel wiederholte Integrationslogik entsteht: Daten abrufen, aufbereiten, in ein gemeinsames Modell überführen und standardisiert weitergeben.

Warum das ein Best Practice ist

Die Bibliothek ist nicht nur eine technische Abkürzung, sondern vor allem ein Standardisierungswerkzeug. Sie hilft dabei, dass ähnliche Integrationsfälle in verschiedenen Projekten auch ähnlich umgesetzt werden.

Das bringt in der Praxis mehrere Vorteile:

  • weniger individuelle Sonderlogik in einzelnen Flows
  • klarere und besser lesbare Flow-Strukturen
  • schnellere Umsetzung wiederkehrender Integrationsmuster
  • geringere Fehleranfälligkeit bei NGSI-LD- und Kontextbroker-Anbindungen
  • weniger technische Detailarbeit in einzelnen Projekten, weil wiederkehrende Broker- und Plattformlogik bereits gekapselt ist
  • bessere Wartbarkeit, weil Bausteine wiedererkennbar bleiben

Typische Einsatzmuster

Besonders sinnvoll ist die Bibliothek dort, wo Daten nicht nur technisch transportiert, sondern in ein gemeinsames Plattformmodell überführt werden sollen.

Typische Beispiele sind:

  • Wetterdaten aus DWD abrufen und als Kontextobjekte bereitstellen
  • Pegeldaten aus PEGELONLINE einbinden und standardisiert weiterverarbeiten
  • RSS-Feeds auslesen und als strukturierte Eingangsdaten in einen Flow übernehmen
  • Eingangsdaten mit dem ngsi-builder auf ein gemeinsames Datenmodell abbilden
  • neue oder geänderte Kontextdaten über den Kontextbroker bereitstellen
  • auf Änderungen im Kontextbroker über Subscriptions reagieren

Empfehlung für neue Flows

Bei neuen Flows sollte zuerst geprüft werden, ob ein passender Baustein aus der Bibliothek genutzt werden kann, bevor eigene Function-Nodes oder individuelle Hilfslogik aufgebaut werden.

Eigene Logik ist weiterhin sinnvoll, wenn:

  • fachliche Sonderregeln sehr projektspezifisch sind
  • mehrere Datenquellen in einer besonderen Weise kombiniert werden müssen
  • zusätzliche Berechnungen oder Prüfungen nötig sind, die nicht durch vorhandene Bausteine abgedeckt werden

Die Bibliothek sollte also nicht jede individuelle Projektlogik ersetzen, aber sie sollte der erste Blick für wiederkehrende Standardaufgaben sein.

Wichtige Hinweise aus der Praxis

  • Die Bibliothek wird kontinuierlich weiter gepflegt und um weitere Bausteine ergänzt, wenn sich neue wiederkehrende Anforderungen in Projekten zeigen.
  • Besonders wertvoll ist die Bibliothek dort, wo viele ähnliche Integrationen entstehen und nicht jeder Flow neu gedacht werden soll.
  • Der größte Nutzen entsteht, wenn Teams sich bewusst auf wiederkehrende Muster einigen und diese Bausteine dann auch konsequent verwenden.
  • Gerade bei NGSI-LD-Flows hilft die Bibliothek dabei, technische Details der Broker-Anbindung zu kapseln und Flows fachlich lesbarer zu halten.
  • Mit jedem zusätzlichen plattformspezifischen Node wächst auch der Vorteil, Standardlogik nicht mehr in vielen einzelnen Projekten parallel pflegen zu müssen.

Weiterführende Informationen