Grafana
Grafana ist die Komponente für Dashboards, Visualisierungen und Monitoring-nahe Ansichten. Sie eignet sich besonders dann, wenn Kennzahlen regelmäßig beobachtet werden sollen und Daten möglichst aktuell in einer kompakten, gut lesbaren Form sichtbar sein müssen.
Grafana ist ein Dashboard-Werkzeug, das Daten aus verschiedenen Quellen abfragen und in Diagrammen, Tabellen, Statusanzeigen oder Karten darstellen kann. Besonders stark ist Grafana immer dann, wenn sich Werte laufend ändern und schnell erkennbar sein soll, wie sich ein System, ein Datenbestand oder ein Prozess gerade entwickelt.
In der Praxis wird Grafana oft auf Datenquellen wie Postgres, Zeitreihenbestände oder andere angebundene Systeme
gesetzt. Die Komponente speichert die Fachdaten dabei nicht selbst, sondern nutzt vorhandene Datenquellen für die
Darstellung.

Typische Anwendungsfälle in der UDSP
- operative Dashboards mit aktuellen Kennzahlen
- Zeitreihenvisualisierung für Messwerte, Sensorik oder Monitoring
- Übersichten für laufende Projekte, Infrastrukturen oder Plattformzustände
- kompakte Darstellungen für regelmäßige Nutzung durch Fachbereiche
Typischer Ablauf mit Grafana
Für den Einsatz von Grafana ist vor allem wichtig, den typischen Ablauf zu verstehen: Wer soll das Dashboard nutzen, welche Daten sollen sichtbar werden, wo liegen diese Daten und wie entsteht daraus eine sinnvolle Visualisierung? Erst danach stellt sich die Frage, ob zusätzlich Funktionen wie Alerting gebraucht werden.
Typischerweise sieht das so aus:
-
Einloggen und Rolle klären
Der erste praktische Schritt ist meist nicht das Bauen eines Dashboards, sondern der Zugriff auf Grafana selbst. Je nach Rolle können Nutzende sehr unterschiedliche Rechte haben. Manche sehen nur vorhandene Dashboards, andere dürfen zusätzlich Panels anpassen, Datenquellen anbinden oder Alerting konfigurieren. Für die Praxis ist deshalb wichtig, früh zu klären, ob Grafana nur genutzt, Dashboards bearbeitet oder auch administrativ konfiguriert werden soll.
-
Datenquelle anbinden
Zuerst wird festgelegt, auf welche Daten Grafana zugreifen soll, zum Beispiel auf
Postgresoder eine andere vorhandene Quelle. Wichtig ist dabei vor allem, dass die Daten in einer für Grafana gut nutzbaren Form vorliegen, etwa über saubere Tabellen oder vorbereitete Views. Offizielle Doku: Grafana Data Sources -
Dashboard anlegen
Danach wird in der Regel zuerst das eigentliche Dashboard angelegt. An dieser Stelle sollte festgelegt werden, für wen das Dashboard gedacht ist, welche Fragen es beantworten soll und welche Inhalte gemeinsam auf einer Seite sinnvoll sind. Für die Praxis ist es oft besser, mit einer klaren Grundstruktur zu starten statt sofort ein sehr großes Gesamtdashboard aufzubauen. Offizielle Doku: Grafana Dashboards
-
Panels und Visualisierungen im Dashboard aufbauen
Erst innerhalb des Dashboards werden dann die eigentlichen Panels und Visualisierungen aufgebaut. Hier zeigt sich, welche Kennzahlen, Zeitreihen oder Statusinformationen wirklich relevant sind und welche Darstellungsform am besten passt. Grafana bietet dabei sehr viele Visualisierungsmöglichkeiten. Für die Auswahl und konkrete Umsetzung einzelner Visualisierungen sollte deshalb die offizielle Doku genutzt werden. Für eine intensivere Nutzung kann zusätzlich eine passende Schulung sinnvoll sein, damit die Möglichkeiten gezielt und passend zu den jeweiligen Anwendungsfällen genutzt werden können. Offizielle Doku: Grafana Visualizations
-
Alerting nur dort ergänzen, wo es wirklich gebraucht wird
Nicht jedes Dashboard braucht automatisch Benachrichtigungen. Alerts sind vor allem dann sinnvoll, wenn aus einem Wert auch wirklich eine Reaktion folgen soll, zum Beispiel bei Grenzwerten, Ausfällen oder auffälligen Zuständen. Dafür sollten Schwellenwerte und Zuständigkeiten fachlich abgestimmt sein. Offizielle Doku: Grafana Alerting
Wichtige Hinweise aus der Praxis
- Grafana ist besonders stark, wenn Datenaktualität und ein schneller Überblick im Vordergrund stehen.
- Für tiefere explorative Analysen auf Tabellenbasis ist
Supersetoft die passendere Ergänzung. - Gute Dashboards sind fachlich reduziert. Zu viele Panels oder Kennzahlen machen die Nutzung schnell unübersichtlich.
- Für Grafana lohnt es sich, die fachliche Struktur zuerst zu klären und erst danach tiefer in die Produktfunktionen einzusteigen. Die eigentliche Umsetzung einzelner Schritte ist in der offiziellen Doku meist besser und aktueller beschrieben als in einer Projektdoku.