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Masterportal

Das Masterportal ist die Komponente für konkrete Kartenanwendungen. Es wird genutzt, wenn Geodaten nicht nur als Dienst bereitstehen sollen, sondern in einer nutzbaren Oberfläche mit Layern, Kartenwerkzeugen und fachlichem Kontext zusammenkommen sollen.

Das Masterportal ist ein Rahmen für Web-Kartenanwendungen. Es nutzt bereitgestellte Geodienste, zum Beispiel aus dem GeoServer, und macht daraus eine konkrete Anwendung, in der Nutzende Layer ein- und ausblenden, Informationen abrufen und räumliche Inhalte gezielt verwenden können.

Damit ist das Masterportal nicht die Komponente für die eigentliche Geodatenhaltung und auch nicht für die Veröffentlichung der Dienste selbst. Diese Rolle liegt typischerweise beim GeoServer und den zugrunde liegenden Geodatenquellen.

Beispiel einer Masterportal-Anwendung

Typische Anwendungsfälle in der UDSP

  • Aufbau von Kartenanwendungen für Fachthemen
  • Einbindung und Kombination mehrerer Layer und Dienste
  • Darstellung räumlicher Informationen für Verwaltung, Projekte oder Öffentlichkeit
  • Bereitstellung von Karten mit Such-, Filter- und Informationsfunktionen

Typischer Ablauf mit Masterportal

Für den Einsatz des Masterportals ist vor allem wichtig, den tatsächlichen Aufbau zu verstehen: Das Masterportal wird nicht primär über eine Administrationsoberfläche zusammengesetzt, sondern über Konfigurationsdateien. Genau das prägt auch die praktische Arbeit damit. In der Praxis bedeutet das: Erst werden Dienste und Layer sauber vorbereitet, dann wird festgelegt, wie sie im Portal erscheinen und genutzt werden.

Typischerweise sieht das so aus:

  1. Einloggen und Rolle klären

    Der erste praktische Schritt ist meist der Zugriff auf die Konfiguration der Kartenanwendung. Für Änderungen an Layern, Diensten und Portalkonfigurationen werden in der Regel Admin-Rechte oder ein entsprechender technischer Zugang benötigt.

  2. Grundstruktur der Konfiguration festlegen

    Das Masterportal wird über mehrere JSON-Dateien konfiguriert. Dabei wird zwischen globalen Konfigurationsdateien und portal-spezifischen Dateien unterschieden. Für die Praxis ist das wichtig, weil damit früh klar wird, welche Inhalte zentral wiederverwendet werden und was nur für die konkrete Kartenanwendung gilt. Offizielle Doku: About / General Structure

  3. Layer und Dienste in services.json vorbereiten

    In der services.json werden die verfügbaren Layer und Dienste beschrieben. Hier können zum Beispiel WMS, WFS, SensorThings-API und auch lokale GeoJSON-Quellen eingebunden werden. Bevor eine Kartenanwendung fachlich gebaut wird, sollte deshalb feststehen, welche Layer überhaupt verfügbar sind, wie sie heißen und welche Informationen sie mitbringen. Offizielle Doku: services.json

  4. Portal über config.js und config.json aufbauen

    Danach wird die eigentliche Kartenanwendung zusammengesetzt. In config.js werden unter anderem die Pfade zu weiteren Konfigurationsdateien wie services.json, rest-services.json, style.json und config.json hinterlegt. In config.json wird dann die Portaloberfläche aufgebaut: zum Beispiel Menüstruktur, Kartenverhalten, verfügbare Werkzeuge und geladene Layer. Das Masterportal wird damit in der Praxis wesentlich über diese beiden Dateien gesteuert. Offizielle Doku: config.js Ergänzend hilfreich: config.json

  5. Kartenanwendung fachlich strukturieren

    Auf dieser Grundlage wird die Kartenanwendung fachlich und visuell geschärft. Dazu gehören verständliche Titel, sinnvolle Layergruppen, passende Such- und Filtermöglichkeiten sowie eine gute Trennung zwischen Übersicht und Detailinformation. Für die Praxis ist es oft besser, mit einer klaren und überschaubaren Kartenlogik zu starten statt möglichst viele Funktionen sofort gleichzeitig anzubieten.

  6. Anwendung testen und bereitstellen

    Zum Schluss sollte geprüft werden, ob die Kartenanwendung aus Nutzersicht verständlich funktioniert. Dazu gehört nicht nur die technische Erreichbarkeit, sondern auch die Frage, ob die dargestellten Inhalte, Werkzeuge und Layerstrukturen für die Zielgruppe wirklich nachvollziehbar sind.

Wichtige Hinweise aus der Praxis

  • Die Qualität der Kartenanwendung hängt stark von sauber benannten Layern, verständlichen Inhalten und einer guten Kartenlogik ab.
  • Eine gute Kartenanwendung entsteht nicht nur technisch, sondern auch durch eine klare fachliche Struktur.
  • Dienste, Layer und Portaloberfläche werden getrennt konfiguriert. Diese Trennung sollte auch fachlich sauber mitgedacht werden.
  • Für das Masterportal lohnt es sich, die spätere Nutzungssituation zuerst zu klären und erst danach tiefer in die konkrete Produktkonfiguration einzusteigen.

Weiterführende Informationen